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FIFA WM 2010: Thomas Müller holt den goldenen Schuh (Torschützenkönig) und wird bester Jungprofi

FIFA WM 2010: Thomas Müller holt den goldenen Schuh (Torschützenkönig) und wird bester Jungprofi

Thomas Müller ist WM-Torschützenkönig. Der Stürmer des FC Bayern München, David Villa, Wesley Sneijder und Diego Forlan waren die erfolgreichsten Torjäger der Weltmeisterschaft 2010. Alle Spieler waren fünfmal erfolgreich, doch aufgrund seiner drei Vorlagen sicherte sich der 20-Jährige die Auszeichnung.

Insgesamt wurden bei diesem Turnier 145 Tore erzielt – Schnitt: 2,26. Mit 16 Toren war die deutsche Mannschaft das “torhungrigste” Team vor den Niederlande (12) und Uruguay (11).

Die Top-Torjäger in der Übersicht:

1. Thomas Müller (Deutschland) 5 Tore
2. David Villa (Spanien) 5
Wesley Sneijder (Niederlande) 5
Diego Forlan (Uruguay) 5
5. Miroslav Klose (Deutschland) 4
Gonzalo Higuain (Argentinien) 4
Robert Vittek (Slowakei) 4

Zusätzlich zeichnete die FIFA Müller als besten Jungprofi aus. Er “beerbt” den 2006 gekürten Lukas Podolski. Zuvor hatte das nur Franz Beckenbauer 1966 geschafft.

FIFA WM 2010 Finale: Spanien schlägt die Niederlande mit 1:0 n.V.

11. Juli 2010 fh WM 2010 Keine Kommentare
FIFA WM 2010 Finale: Spanien schlägt die Niederlande mit 1:0 n.V.

Die Nationalmannschaft von Spanien hat Fußball-Geschichte geschrieben. Der aktuelle Europameister krönte sich durch ein 1:0 nach Verlängerung im Endspiel der WM in Südafrika gegen die Niederlande erstmals zum globalen Titelträger. Für die Elftal bleiben WM-Endspiele ein Albtraum: Zum dritten Mal geht Oranje als Verlierer vom Platz.

Andres Iniesta wurde in der 116. Minute zum neuen Helden des spanischen Königreichs. Zuvor sahen die 84.490 Zuschauer im Stadion „Soccer City“ von Johannesburg ein Spiel mit wenigen Torchancen und vielen harten Szenen. Noch nie wurden in einem Finale so viele Gelbe Karten verteilt wie diesmal. Der Spieler der Niederlande John Heitinga sah in der 109. Minute sogar Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels.

Ehe Iniesta traf, hatte die größten Chancen des gesamten Spiels Arjen Robben vom FC Bayern München besessen. Der Angreifer scheiterte aber zweimal völlig freistehend vor Iker Casillas (62./83.). Cesc Fabregas hatte in der 99. Minute eine ähnlich große Möglichkeit. Erst als drittes Team nach Deutschland und Frankreich ist Spanien nun gleichzeitig Welt- und Europameister.

Internationale Pressestimmen: “Deutschland ist Vize-Vize-Weltmeister” – Deutschland gewinnt 3:2 gegen Uruguay das kleine Finale

Internationale Pressestimmen: “Deutschland ist Vize-Vize-Weltmeister” – Deutschland gewinnt 3:2 gegen Uruguay das kleine Finale

Blick (Schweiz): „Deutschland wieder kleiner Weltmeister! Damit gewinnt Deutschland nach 2006 erneut sein letztes WM-Spiel. Allerdings nicht das Endspiel, sondern nur das Spiel um die goldene Ananas.“

El Clarín (Argentinien): „Uruguay hat seine WM gewonnen. Sie wurden Zweiter, aber waren Champion. Es ist richtig, dass sie das Halbfinale gegen Holland verloren haben, es ist richtig, dass sie in Port Elizabeth gegen Deutschland verloren. Aber Uruguay hielt die Fahne des südamerikanischen Fußballs oben. Weil sie alles gegeben habe, weil sie wie kein anderer gespielt haben.“

As (Spanien): Durch ein Tor des von Real Madrid umworbenen Sami Khedira holt Deutschland bei dieser WM verdient Bronze, die gleiche Platzierung, wie bei der Heim-WM vor vier Jahren. Die Deutschen schlugen Uruguay in einer keineswegs langweiligen Partie, es fielen fünf Tore und es hätten auch gut und gerne zwei oder drei mehr sein können.“

El País (Spanien): „Wie fast immer hat Deutschland gewonnen und damit erreicht die Mannschaft von Löw das gleiche Resultat wie beim letzten WM-Turnier. Der Schüler hat den Lehrmeister Klinsmann eingeholt.“

Marca (Spanien): „Ein lästige Verpflichtung verwandelt sich in ein Spektakel. Krake Paul rät wieder richtig, Deutschland bezwingt Uruguay in einem spektakulären Spiel, dass die Löw-Truppe durch ein Tor von Khedira im finalen Abschnitt entschieden.“

Sport.es (Spanien): „Eine gutes Spiel um den dritten Platz, von beginn an intensiv geführt, von zwei Mannschaften, die gewinnen wollten und die zahlreiche Torgelegenheiten hatten.“

El Páis (Uruguay): „Was bedeutet dieser letzte, aber wirklich letzte Ball von Diego Forlán, den der deutsche Torhüter nicht erreichen konnte und der gegen den Querbalken krachte? Er ist egal, er bedeutet gar nichts. Denn im Herzen der Leute und in dem Bild, dass die ‘celestes’ hinterließen, waren sie nicht Dritter und nicht Vierter, sie waren imposant. Erstaunlich. Giganten.“

L’Equipe (Frankreich): „Die Spiele um den dritten Platz sind häufig torreiche Spektakel. Deutschland gegen Uruguay war da keine Ausnahme. Und der Titel des besten jungen Spielers wird Thomas Müller nicht mehr zu nehmen sein.“

France Football (Frankreich): „Der Mangel an Erfahrung dieser Nationalmannschaft, der jüngsten seit 1934, wurde im Halbfinale gegen Spanien nicht verziehen. Gegen Uruguay war es kein Handicap, weil mental wieder alles stimmte.“

Krone (Österreich): „Deutschland hatte das Spiel eigentlich fest in der Hand – doch der beste DFB-Spieler des Turniers, Bastian Schweinsteiger, brachte die ‘Urus’ mit einem kapitalen Fehler zurück in die Partie.“

News of the World (Großbritannien): „Hier ging es nicht um den dritten Platz, nicht um die Bronze-Medaille – hier ging es um die Zukunft. Um eine deutsche Mannschaft, die zu einer dominierenden Kraft werden könnte.“

Der Standard (Österreich): „Deutschland Vize-Vize-Weltmeister. Das DFB-Team fixiert Platz drei mit einem 3:2-Erfolg in einer hochspektakulären und dramatischen Auseinandersetzung mit Uruguay.“

The Sun (Großbritannien): „Sami Khedira setzte in der 82. Minute den Schlusspunkt eines brillanten Spektakels beider Mannschaften.“

Daily Telegraph (Großbritannien): „Die Halbfinal-Niederlage gegen Spanien schmerzt Deutschland immer noch. Aber der Sieg war auf seine Art wieder bemerkenswert und legt Zeugnis ab über den Geist, den Joachim Löw geschaffen hat.“

FIFA WM-Finale 2010: Niederlande gegen Spanien – Aufstellung und Vorschau (live im ZDF und bei Sky)

11. Juli 2010 fh WM 2010 Keine Kommentare
FIFA WM-Finale 2010: Niederlande gegen Spanien – Aufstellung und Vorschau (live im ZDF und bei Sky)

Unter der Leitung des Engländers Howard Webb geht dabei Europameister Spanien als leichter Favorit ins Spiel im Soccer City Stadium in Johannesburg.

Beide Trainer haben keine Personalprobleme und können ihre beste Mannschaft aufbieten.
Die Niederlande wird in der Formation erwartet, die im Viertelfinale Brasilien mit 2:1 besiegte. Statt Khalid Boulahrouz und Demy de Zeeuw wird Oranje-Coach Bert van Marwijk wieder die im Halbfinale gegen Uruguay gelbgesperrten Gregory van der Wiel und Nigel de Jong aufbieten.

Spanien dagegen wird gegenüber dem überzeugenden Sieg gegen Deutschland in unveränderter Aufstellung erwartet. Somit wird erneut der flinke Pedro anstatt des formschwachen Starstürmers Fernando Torres in der Anfangsformation stehen und gegebenenfalls als Joker zum Einsatz kommen.

Die Gesamtbilanz zwischen beiden Nationen spricht knapp für die Iberer: bei einem Remis gelangen den Spaniern vier und den Niederlanden drei Erfolge.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Niederlande: Stekelenburg (1) – van der Wiel (2), Heitinga (3), Mathijsen (4), van Bronckhorst (5) – van Bommel (6), de Jong (8) – Robben (11), Sneijder (10), Kuijt (7) – van Persie (9)

Spanien: Casillas (1) – Sergio Ramos (15), Piqué (3), Puyol (5), Capdevila (11) – Busquets (16), Xabi Alonso (14) – Iniesta (6), Xavi (8), Pedro (18) – Villa (7)

Internationale Pressestimmen: “Die Krake Paul hatte Recht” – Deutschland schlägt Uruguay mit 3:2 im Spiel um Platz drei

Internationale Pressestimmen: “Die Krake Paul hatte Recht” – Deutschland schlägt Uruguay mit 3:2 im Spiel um Platz drei

“El Pais”, Uruguay: “Der Krake hatte Recht – Kein Podium.”

“Die Presse”, Österreich: “Politikern wird dringend geraten, das Verhalten des deutschen Bundestrainers Joachim Löw zu studieren (ja, weniger magistratsbeamtenhaft anziehen könnten sie sich auch): Er hat gegen den Widerstand vieler Medien auf sogenannte Stars und Patentrezepte verzichtet und auf ein junges Team gesetzt, das alle Welt durch ‘undeutschen Spaßfußball’ begeistert hat.”

“The Sun”, England: “Sam old story: Sami Khedira besiegelt mit einem Spitzentreffer den dritten Platz für Deutschland.”

“New York Times”, USA: “Ein ziemlich gutes Spiel. Fünf Tore, eine Reihe Chancen, und die Verteidiger machten die meiste Zeit Urlaub. Alles, was man sich von Spiel Nr. 63 wünscht.”

“Tagesanzeiger”, Schweiz: “Über den Sinn des Spiels um den 3. Platz wird häufig diskutiert. Kritiker monieren, es gehe um nichts mehr. Uruguay und Deutschland haben am Samstagabend gezeigt, dass die Durchführung dieser Partie durchaus zu vertreten ist. Die beiden Teams boten den rund 40 000 Zuschauern im Nelson-Mandela-Bay-Stadion von Port Elizabeth bei teilweise strömendem Regen einen offenen, spektakulären Schlagabtausch ohne taktische Fesseln.”

“The Star”, Südafrika: “Deutschland rundet eine beeindruckende Weltmeisterschaft mit einem ergreifenden Sieg über Uruguay ab.”

FIFA WM 2010: Internationale Pressestimmen nach Deutschland gegen Uruguay (3:2 im Spiel um Platz drei)

FIFA WM 2010: Internationale Pressestimmen nach Deutschland gegen Uruguay (3:2 im Spiel um Platz drei)

kicker (Deutschland): „Deutschland besiegt Uruguay – 3:2! Rang drei für die Löw-Elf“

Bild (Deutschland): „Danke, Jungs für diese WM“

Spiegel (Deutschland): „Deutschland bejubelt WM-Bronze“

Blick (Schweiz): „Spektakuläres 3:2 gegen Uruguay – Deutschland wieder kleiner Weltmeister“

Der Standard (Österreich): „Deutschland Vize-Vize-Weltmeister – DFB-Team fixiert Platz drei mit einem 3:2-Erfolg in einer hochspektakulären und dramatischen Auseinandersetzung mit Uruguay“

Marca (Spanien): „Deutschland gewinnt ein unterhaltsames Spiel um Platz drei gegen Uruguay“

AS (Spanien): „Gutes Omen: Paul hat recht, Deutschland gewinnt“

SkySports (England): „Deutschland sichert sich den dritten Platz“

Times (England): „Khedira gibt Deutschland im Regen Grund zum Stolz“

FIFA WM 2010: Stimmen zum Spiel Deutschland gegen Uruguay (3:2)

FIFA WM 2010: Stimmen zum Spiel Deutschland gegen Uruguay (3:2)

Sami Khedira: „Natürlich hatten wir uns alle mehr erhofft, aber letztendlich war auch das Spiel um Platz drei ein Endspiel, das wir unbedingt gewinnen wollten. Wir sind froh, als Sieger vom Platz gegangen zu sein. Jetzt werden wir das Turnier erst einmal Revue passieren lassen. Wir haben hier bei der WM als sehr junge Mannschaft ein Ausrufezeichen gesetzt. Aber wir wollen in Zukunft natürlich noch mehr.“

Bastian Schweinsteiger: „Das war sehr wichtig, auch für unsere Fans in Deutschland. Gott sei Dank haben wir die Partie gewonnen. Wir waren 1:2 hinten und sind dann wiedergekommen, das zeigt unsere Charakterstärke. Ich bin sehr stolz, dass ich mit dieser Mannschaft das Turnier bestreiten durfte.“

Diego Forlan (Uruguay): „Unter den ersten vier Mannschaften der Welt zu sein, ist spektakulär. Das hatten wir vor der WM nicht erwartet. Wir fühlen uns als Sieger, auch wenn wir heute nicht gewonnen haben. Wir wussten immer, dass wir eine tolle Mannschaft haben, auch wenn wir in der Qualifikation große Probleme hatten. Bei der WM haben wir dann gezeigt, wozu wir fähig sind.“

Thomas Müller: „Natürlich bin ich stolz. Es war wichtig für uns, für das Land und den Gesamteindruck, dass wir heute gewonnen haben. Ich muss jetzt dran bleiben und meine Leistung bestätigen. Das wird schwierig genug. Jetzt freue ich mich auf Abstand und Ruhe, um diese Eindrücke verarbeiten zu können.“

Trainer Oscar Tabarez (Uruguay): „Es tut mir zwar leid, dass wir verloren haben. Aber man darf nicht das Niveau des Gegners vergessen. Wir sind uns bewusst, dass wir die Überraschung der WM waren. Für die Zukunft unseres Fußballs ist das, was wir erreicht haben, sehr wichtig. Denn seit Jahrzehnten ist uns so ein Erfolg nicht mehr gelungen. Wir haben Deutschland heute teilweise dominiert, aber unsere Chancen nicht genutzt.“

Bundestrainer Joachim Löw: „Das letzte Spiel in einem Turnier ist immer wichtig, für das Gefühl, mit dem nach Hause fährt. Wir gehen nicht mit leeren Händen nach Hause. Die Mannschaft hat verdient gewonnen, allein aufgrund der zweiten Halbzeit. Sie hat gut gespielt und gekämpft. Wenn man das ganze Turnier sieht, hat sie Großartiges geleistet. Wie sie zum Beispiel den schweren Rückschlag gegen Spanien verkraftet hat, wie sie insgesamt aufgetreten ist und wie viele Tore sie geschossen hat, das ist absolut zufriedenstellend. So können wir stolz nach Hause fahren.“

Marcell Jansen: „Wir haben heute Moral bewiesen. So macht es einfach Spaß, es ist sensationell. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und uns nicht verunsichern lassen.“

Torwart Hans Jörg Butt: „Ich glaube, Deutschland kann froh sein, solch eine Truppe zu haben. Das ist eine Mannschaft, die sehr viel Potenzial hat und in den nächsten Jahren Titel gewinnen kann. Ich drücke den Jungen die Daumen. Für mich war die WM eine tolle Erfahrung. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht.“

DFB-Präsident Theo Zwanziger: „Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil man nach der unglücklichen Niederlage gegen Spanien nicht wissen konnte, ob sie sich nochmal zusammenreißen kann. Aber sie hat 92 Minuten wunderbaren Fußball geboten und verdient gewonnen. Wir haben einen tollen Trainer und ich werde alles Mögliche tun, damit er bleibt. Wir brauchen keine Termine. Wir werden uns unsere Gedanken machen und uns dann zusammensetzen. Wir haben zwar noch keine Titel, aber wir können sie holen. Wir haben eine tolle Spielkultur und sind auf dem richtigen Weg. Dazu brauchen wir einen Bundestrainer. Und das beste Argument für ihn ist die Mannschaft.“

Kapitän Philipp Lahm: „Jetzt bin ich sehr stolz. Es war wichtig, dass wir ein positives Ende geschafft haben. Anfangs ging es etwas schwer – umso beeindruckender, dass wir zum Schluss noch die Wende geschafft haben. Man kann nicht genug ‘Danke’ sagen an alle Fans. Das war für uns eine große Motivation. Ich werde jetzt gleich ins Bett gehen, die Jungs werden sicher noch etwas feiern.“

FIFA WM 2010: Deutschland gegen Uruguay endet 3:2 – Noten und Einzelkritik

FIFA WM 2010: Deutschland gegen Uruguay endet 3:2 – Noten und Einzelkritik

Hans-Jörg Butt: Bei den Gegentoren ohne Chance. Sonst ruhig und ohne Schnörkel im Spiel. Note 2

Dennis Aogo: Der Hamburger zeigte zu Beginn seine Nervosität. Steigerte sich im Verlauf der Partie. Note 3-

Per Mertesacker: Stand erneut sicher im Abwehrzentrum und bestätigte den Aufwärtstrend der letzten Spiele. Note 3

Arne Friedrich: War bei dieser WM der bester deutscher Verteidiger. Gegen die starke Uru-Offensive hatte er heute aber doch so seine Mühe. Note 3

Jerome Boateng: Jerome Boateng ist kein gelernter Außenverteidiger, was sich in der Offensivbewegung bemerkbar macht. Zeigte heute sein bestes Turnierleistung und bereitete ein Tor vor. Note 2

Marcell Jansen: Erzielte das wichtige 2:2, doch insgesamt war es nicht das Spiel des Hamburgers. Note 3

Bastian Schweinsteiger: Hatte erneut viele Ballkontakte und war auch in der Offensive involviert, doch das 1:1 geht auf seine Kappe. Es war nicht unbedingt sein Spiel. Note 3

Mesut Özil: Wirkte am Ende des Turniers platt und ausgelaugt. Im war die lange Saison anzumerken. Spielte aber ein gutes Turnier. Note: 3-

Sami Khedira: Sein Tor brachte am Ende den Sieg und den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft. War ein guter Vertreter von Michael Ballack. Note 2

Thomas Müller: Thomas Müller krönte seine tolle WM mit dem fünften Tor. Hat gute Chancen der beste Jugend-Spieler des Turniers zu werden. Note 2-

Cacau: Rackerte unermüdlich und lief unheimlich viel. Leider ging von dem Stuttgarter wenig Torgefahr aus. Note 3

Die Einwechselspieler Kießling, Kroos und Tasci bleiben ohne Bewertung.

FIFA WM 2010: Deutschland erkämpft gegen Uruguay ein 3:2 im Spiel um Platz drei

FIFA WM 2010: Deutschland erkämpft gegen Uruguay ein 3:2 im Spiel um Platz drei

Während Uruguays Coach Oscar Tabarez seine beste Elf starten ließ, rotierte der Bundestrainer krankheitsbedingt auf vier Positionen. Dabei mussten Lukas Podolski und Philipp Lahm wegen eines grippalen Infekts gleich ganz passen, auch Ersatztorwart Tim Wiese stand wegen einer Schleimbeutelentzündung nicht zur Verfügung. Miroslav Klose saß wegen Ischiasbeschwerden nur auf der Bank.

Die deutsche Mannschaft kam hervorragend in die Partie und hätte schon früh in Führung gehen können, als Arne Friedrich nach einem Eckball lediglich die Latte traf. In der 18. Minute war es dann soweit. Uruguays Torhüter Fernando Muslera konnte einen flatterhaften Weitschuss von Bastian Schweinsteiger aus 35 Metern nicht parieren. Thomas Müller staubte ab – Turniertreffer Nummer fünf für den Spieler des FC Bayern. In der 28. Minute passierte Bastian Schweinsteiger einer seiner wenigen Fehler in diesem Turnier. Uruguays Diego Perez grätschte im Mittelfeld ihm den Ball ab, über Luis Suarez landete der Ball umgehend bei Edinson Cavani – und der ließ Butt mit seinem Schuss keine Chance.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schock führt die deutsche Mannschaft. In der 51. Minute erzielte Diego Forlan mit einem wunderschönen Volley-Schuss das 2:1. Aber die deutsche Mannschaft kämpfte sich zurück in die Partie. Nur fünf Minuten später erzielte Marcel Jansen ein Kopfballtor nach einer Flanke von Jerome Boateng. Uruguays Torhüter Muslera sah dabei nicht gut aus. Das Spiel war nun völlig offen. Nach einer Ecke von Mesut Özil brachte ein Kopfball von Sami Khedira in der 82. Minute die Entscheidung.

FIFA WM 2010 – Spiel um Platz 3: Deutschland gegen Uruguay – Aufstellung und Vorschau (Live in der ARD und bei Sky)

FIFA WM 2010 – Spiel um Platz 3: Deutschland gegen Uruguay – Aufstellung und Vorschau (Live in der ARD und bei Sky)

Obwohl von verschiedenen Seiten gefordert wird, das Spiel um Platz Drei, das nur sehr geringen sportlichen Wert besitzt, abzuschaffen, zeigt ein Blick vier Jahre zurück, wie groß auch die Freude über einen Sieg im kleinen Finale sein kann. 2006 wurde nach dem Erfolg über Portugal von Spielern und Fans noch einmal richtig gefeiert.

Bundestrainer Joachim Löw will das Spiel natürlich auch diesmal gewinnen, wird aber wohl auch dem einen oder anderen Reservisten einen WM-Einsatz schenken. Gezwungenermaßen ersetzen muss Löw den kranken Lukas Podolski, für den Toni Kroos beginnen darf. Sollte der angeschlagene Miroslav Klose (Rücken) ausfallen, bieten sich im Angriff Mario Gomez und Cacau als Alternativen an. Klar ist, dass Thomas Müller nach seiner Gelbsperre wieder ins Team rückt.

Uruguay bangt vor dem Spiel am Samstag noch um zwei Schlüsselspieler. Der Einsatz von Kapitän und Innenverteidiger Diego Lugano (Bänderdehnung), der schon im Halbfinale fehlte, ist sehr fraglich. Besser stehen die Chancen auf einen Einsatz von Stürmerstar Diego Forlan (Sehnenentzündung). Wird er fit, kann er wieder zusammen mit seinem kongenialen Sturmpartner Luis Suarez auflaufen, der ebenso nach einer Sperre zurückkehrt wie Außenverteidiger Jorge Fucile.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Deutschland: Neuer (1) – Lahm (16), Mertesacker (17), A. Friedrich (3), Jansen (2) – Khedira (6), Schweinsteiger (7) – T. Müller (13), Özil (8), Kroos (18) – Klose (11)

Uruguay: Muslera (1) – Maxi Pereira (16), Lugano (2), Godin (3), Fucile (4) – Arevalo Rios (17) – Perez (15), Alvaro Pereira (11) – Forlan (10) – Cavani (7), Suarez (9)